Leonardo da Vinci

oder

Eines der größten Genies des letzten Jahrtausends



Leonardo da Vinci war einer der intelligentesten Menschen des letzten Jahrtausends.



Er war ein berühmter Denker, Philosoph, Künstler und ingenieuser Vegetarier zwischen Phytagoras und Felix Wankel, zwischen Empedokles und Ferdinand Piech, zwischen Xenokrates und Albert Einstein.

"Vegetarier" ist ein relativ junges Wort. Es wurde 1847 in England erfunden. Zuvor sprach man in der Regel von "Pythagoräern", nach dem "Urvater" des Vegetarismus, dem griechischen Philosophen und Mathematiker Pythagoras. Er hat auch in Ägypten und Persien, später in Unteritalien gelebt, an die Seelenwanderung geglaubt und seinen Schülern eine Gemeinschaft geschaffen, in der Materialismus und Fleischessen tabu waren, meditiert, gedacht und bewußt gelebt wurde und in der Frauen gleichberechtigt waren.

Ein besonders faszinierender Vegetarier war Leonardo da Vinci, Renaissance-Maler, Erfinder, Wissenschaftler, Architekt, Dichter, ein "uomo universale" und ganzheitlicher Mensch. Er benutzte die Rezepte aus Kapitel VII von Platinas "De Honesta Voluptate", des 1475 geschriebenen ersten "modernen" Kochbuchs, von dem sich ein Exemplar von 1487 in seiner Bibliothek befand.

So schreibt er in seinen Quaderni d'Anatomia II:
"König der Tiere - so definiert der Mensch sich selbst - ich würde gar sagen, König der Bestien, von denen du selbst die Größte bist - da du sie aufziehst, bis sie dir ihre Kinder geben, um deinen Bauch zu füllen, den du zu einer Grabstätte für alle Tiere gemacht hast."

Es wird auch über ihn berichtet, dass er auf den Märkten Florenz Vögel aus den Käfigen befreite und die Händler entschädigte.

Viele seiner Notizen sind Reflexionen über die Welt und den darin lebenden Menschen, oft mit einem Hang zum Sarkasmus und zum Makaberen, was sich auch in den zeichnerischen "Menschenstudien" niederschlug, ganz im Gegensatz zur Ästhetik der Gesichter in seinen Bildern. Auf seine Zeitgenossen war er überhaupt nicht gut zu sprechen:

"Zahlreich sind jene, die sich als einfache Kanäle für die Nahrung, Erzeuger von Dung, Füller von Latrinen bezeichnen könnten, denn sie kennen keine andere Beschäftigung in dieser Welt. Sie befleißigen sich keiner Tugend. Von ihnen bleiben nur volle Latrinen übrig."

Gegen Ende seines Lebens sah der weise Uomo universale das Ende der - von ihm wenig geachteten - Menschheit voraus und malte verschiedene Wasser-Studien der Sintflut, die man in seinen Heften fand. Dabei war auch zu lesen:

"Die Luft wird dünner und ohne Feuchtigkeit sein, die Flüsse werden ohne Wasserzufuhr bleiben, das Erdreich nichts mehr wachsen lassen. Die Tiere werden verhungern. Auch den Menschen wird nichts übrig bleiben, als zu sterben. Die einst fruchtbare Erde wird wüst und leer."

Leonardo besaß ein beeindruckendes Maß an Herz und Verstand, kurz Vernunft, und eine enorme kreative Intelligenz und Logik, die es ihm ermöglichte, weit in die Zukunft zu denken. Er verfügte bereits über intuitive Fähigkeiten und war ein gleißendes Licht der Renaissance. Ob er allerdings die zur Zeit heute täglich in großem Stil stattfindende Abholzung des Regenwaldes und die enorme Verseuchung der Atmosphäre unter anderem mit Methan aufgrund des massenhaften Haltens zum Zwecke des Tötens und Verspeisens der Leichen von Tieren (z.B. Rinder) schon irgendwie intuitiv erahnt hat und auch den Anstieg des Meeresspiegels (seine Flutphantasien), ist schon schwer vorstellbar - aber er hatte eben einen logischen Geist und die Gabe der Intuition. Wir wollen hoffen und weiter daran arbeiten, daß in den letzten 500 Jahren sich in einer ausreichenden Menschenmenge genügend Vernunft entwickelt hat und weiter entwickelt, damit dieses Szenario doch noch abgewehrt wird, was immer er auch als Vernichtungsursache des Lebens annahm.

Sigmund Freud schreibt:

"Er glich einem Menschen, der in der Finsternis zu früh erwacht war, während die anderen noch alle schliefen."


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