Bias von Priene

oder

Einer der Sieben Weisen des Antiken Grechenlands



Bias war einer der Sieben Weisen Griechenlands.

Über die historische Bedeutung des Bias urteilt der griechische Universalhistoriker Diodor aus Agyrion (Sizilien), der zur Zeit Caesars wirkte, in seiner "Universalgeschichte" Buch 9,13,3 wie folgt:
"Bias war überaus fähig und im Reden der Erste seiner Zeit. Er nutzte aber seine Redekraft anders als die meisten; nicht zum Lohnerwerb noch wegen der Einkünfte, sondern aus Sorge, denen zu helfen, die Unrecht erlitten, - was man sehr selten finden kann."

Nachdem der alte Bias erfolgreich vor Gericht ein Plädoyer für einen Klienten gehalten hatte, sank er in die Arme seines Enkels und starb.

Hier einige seiner Weisheiten:

1. Die meisten Menschen taugen nichts.
2. Sieh in den Spiegel: wenn du schön aussiehst, musst du auch Schönes tun; wenn hässlich, musst du den Mangel an Natur durch Rechtschaffenheit ausgleichen.
3. Geh langsam ans Werk; aber was du begonnen, bei dem harre aus.
4. Hasse das schnell Sprechen, damit du nicht einen Fehler machst; denn Reue folgt auf dem Fuß.
5. Sei weder gutmütig, noch bösmütig.
6. Nimm nicht Unverstand an.
7. Liebe die Vernunft.
8. Von den Göttern sage: sie sind.
10. Höre viel.
11. Rede zur rechten Zeit.
12. Bist du arm, mach einem Reichen keine Vorwürfe, es sei denn, dass du großen Nutzen stiftest.
13. Einen Unwürdigen lobe nicht wegen seines Reichtums.
14. Gewinne durch überredung, nicht durch Gewalt.
15. Was du Gutes tust, schreib den Göttern zu, nicht dir.
16. All das Meine trage ich bei mir.
17. Nimm die Weisheit von der Jugend bis zum Alter als Reisevorrat; denn das ist beständiger als die anderen Besitztümer.



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